Tiroler Landesschau 2022

Manchmal gibt es Veranstaltungen, die sich ganz tief in unser Gedächtnis einprägen. Eine davon wird sicher die Tiroler Landesschau 2022 sein.

 

Wieder einmal hat es Bernhard Prem mit seinem Team geschafft, eine einmalige Schau mit einem einzigartigem Rahmenprogramm zu organisieren. Bernhard ist wieder mit einem Buffet aufgefahren, das keinen kulinarischen Wunsch offengelassen hat. Vorspeisenbuffet, Spanferkel, Süßes zum Abschluss und vieles mehr ließen das Herz jedes Feinschmeckers höherschlagen. Wenn die Berge in Tirol brennen und sich tausende von Leuten dieses Spektakel ansehen, ist es auch für mich immer wieder ein Erlebnis, daran teilzunehmen.

 


Aber nicht nur kulinarisch und gesellschaftlich war die Ausstellung einzigartig. 125 gemeldete Hunde aus dem In- und Ausland ließen schon im Vorfeld aufhorchen. Davon wurden dann wirklich 105 Hunde vorgeführt! Aber nicht nur die Anzahl beeindruckte, sondern auch die hervorragende Qualität der vorgeführten Hunde.

Gemeinsam mit meinem Kollegen aus Deutschland, Herrn Erich Bösl, konnten wir bei brütender Hitze zügig eine Klasse nach der anderen beurteilen. Hier geht mein besonderer Dank an alle Züchter, Besitzer und Hundeführer für das faire und sportliche Vorführen ihrer Hunde. Dieses Wochenende zeigte in beeindruckender Weise, dass unser Schausport noch lange nicht tot ist und dass sich Einsatz und Aufwand auf jeden Fall lohnen.

Einen Wermutstropfen gibt es aber leider auch hier. Das Interesse, gerade solche Highlights zu besuchen, ist von den Mitgliedern unserer Bundesleitung nicht sehr groß bis gar nicht vorhanden.

An dieser Stelle wünsche mir mehr Interesse am Schaubereich, denn auch das gehört zu „unserem Hundesport“.

Schon heute freue ich mich auf den nächsten Tiroler Sieger, welchen ich sicher als Richter, Aussteller oder als Zuschauer besuchen werde!

Ich hoffe, dass sich diese gute Stimmung von Fieberbrunn auch auf die bald stattfindende Bundessiegerzuchtschau in Diersbach überträgt und wir uns wieder über unsere Hunde im fairen Wettstreit freuen können.

Edgar Pertl

Bundeszuchtwart