Tiroler Landesschau 24.06.2018 OG 50 Fieberbrunn

Einige fleißige Fieberbrunner Mitglieder und viele Freunde der OG haben in den Wochen vor der Schau und natürlich auch während der gesamten Veranstaltung viel Arbeit dafür aufgewendet, dass die Tiroler Landesschau 2018 wieder ein Erlebnis für die Aussteller und Gäste wird.

 

 

 

 

 

Die Innen-Parkplätze und der Platz für die Wohnwägen wurden verbessert, der Ausbildungsplatz durch halbhohe Sichtschutzwände vom Parkplatz getrennt, Fahnen und Transparente wurden aufgehängt, Partyzelte aufgestellt, der Rasen gemäht,… - es sollte einfach gewohnt perfekt werden. Natürlich durfte auch das Küchenzelt nicht fehlen, damit unsere Gäste auch kulinarisch verwöhnt werden konnten. Wer schon einmal eine Veranstaltung in Fieberbrunn miterlebt hat, kann sich bestimmt vorstellen, wie reichhaltig das Buffet beim Festabend war. Von der Suppe und diversen Vorspeisen, gefolgt von Salaten und verschiedensten Beilagen zu Gegrilltem, Beinschinken und Spanferkel, bis hin zu Eis-Palatschinken oder Käseplatten war alles vorhanden. Und hier möchte ich jetzt die Ausnahme machen und doch jemand namentlich erwähnen, nämlich Hanni und Bernhard Junior, die sich trotz ihrer anderen beruflichen Verpflichtungen an diesem Wochenende mit dem hervorragenden Essen so unheimlich viel Arbeit gemacht haben – DANKE!

Leider hat auch dieses Mal das Wetter nicht so mitgespielt, wie wir es geplant hatten. Am Samstag war bis zum späten Nachmittag noch angenehmes Wetter, dann zogen jedoch die Wolken herein und alle, die sich nach dem Genuss des hervorragenden Buffets mit dem ständig pendelnden Shuttlebus zur Talstation der Fieberbrunner Bergbahnen und mit der Gondel zur Mittelstation „Streuböden“ wagten, wurden leider durch feinen Regen empfangen. So konnten sich unsere Gäste zwar in den Pavillons warm und trocken halten und das eine oder andere „Schnapserl“ genießen, das einmalige Schauspiel der Tiroler Bergfeuer war jedoch nur kurzzeitig, dafür aber als Rundumblick, durch die Wolkenfenster zu betrachten – zuerst in süd-östlicher Richtung (Hochalm), dann westlich zum Wilden Kaiser hin und zuletzt auch noch nördlich zur Buchensteinwand. In der Früh war es dann zwar noch bewölkt, aber je weiter die Klassen fortschritten, umso schöner wurde das Wetter und bei den Gebrauchshundeklassen war es sonnig und ziemlich warm.

Besonders gefreut haben wir uns über einige prominente bzw. sehr lang im Geschehen stehende Gäste: von politischer bzw. gesellschaftlicher Seite waren da der Besuch unseres Fieberbrunner Bürgermeisters Dr. Walter Astner, der sich sehr interessierte, was bei uns so passiert und er traf auch auf seinen Reichenhaller Amtskollegen Sepp Flatscher (selbst Besitzer eines DS „vom Lastal“ und Aussteller). Weiter war auch diesmal wieder der ehemalige „DSDS“-Juror und bekannte Musikproduzent Thomas Stein ein interessierter Zuschauer. Von der „Hundler-Seite“ her haben wir uns besonders gefreut, dass unser neuer Bundes-Ausbildungswart Wolfgang Hafner unserer Einladung gefolgt ist und dafür sogar seinen Urlaub um einen Tag gekürzt hat. Wolfgang hat von Samstagnachmittag bis zum Ende der Schau die Zeit genutzt hat, sich durch Gespräche und Zuschauen auch über die „Schauhunde“ und die Gedanken ihrer Halter zu informieren – danke Wolfgang! Ja und dann erlaube ich mir noch stellvertretend für einige andere drei „Urgesteine“ zu erwähnen: zum Einen besuchte uns trotz etwas angeschlagener Gesundheit unser langjähriger Freund, Ernst Rückert (DE), der es sich nicht nehmen ließ, alle Klassen interessiert zu verfolgen. Und von österreichischer Seite freuten wir uns über den Besuch von Schorsch Aichhorn und Franz Hawelka, ohne die das österreichische Schaugeschehen nicht vorstellbar wäre.

So nun aber zu den Wichtigsten, nämlich den Hunden: Mit unserer Meldezahl von 80 Hunden waren wir sehr zufrieden, mit ausgestellten 63 Hunden haben wir jedenfalls unsere Schau von 2016 deutlich übertroffen. Erfreulich war die Stärke in den GHKL: bei den Rüden war der Sieger „Finn Piste Trophe“ (V-A 10, DE), gefolgt von den vom Richter als gleichwertig beschriebenen nächstplatzierten als 2. „Iniesta Leithawald (V-A 1 GR) und als 3. „Tyson Piste Trophe (V-A 1 HR). Bei den Hündinnen, die mit 9 ausgestellten Tieren die Stärkste Klasse war, zeigt sich die Qualität nicht nur durch die überlegene Siegerin „Aisha Aphrodite Kennel“ sondern auch dadurch, dass die SG-26 Hündin der JHKL 2017 (DE) „Tawani Piste Trophe“ an 7. Stelle lief. Auch in der JH-KL Rüden wurden tolle Hunde ausgestellt: 1. „Wuff Klein-Leithawald“, 2. „Gino Kuckucksland“ und 3. „Ferox Piste Trophe“, man könnte so durch alle Klassen weiter aufzählen, aber diese Details findet ihr alle in der Ergebnisliste!

Danke für die vielen tollen Fotos von Heike Wagner (Fotos findet ihr unter ihrem Profil auf Facebook)

Ein klein wenig Statistik kann auch nicht schaden: Aus dem Zwinger „vom Lastal“ wurden 14 Hunde ausgestellt, gefolgt „von der Piste Trophe“ mit 8 Hunden und „vom Leithawald“ mit 5 Hunden. Weitest angereister Aussteller war aus Rumänien Filer Vasile Stelian, der uns 2 Hunde präsentierte und mit einem Sieg belohnt wurde, die älteste Hündin war die in der VET-KL/H ausgestellte 8-jährige und sehr fitte „Remy Lastal“, die jüngste im Kreis aller Teilnehmer war mit noch nicht einmal 5 Monaten in der Klasse 4-6/H „Chiara Lastal“. Und da es ja auch immer wieder um Nachkommensgruppen geht: ausgestellt wurden 7 Nachkommen von „Finn Piste Trophe“ gefolgt von 5 Nachkommen nach „Willy Kuckucksland“. Da auch den Mutter-Hündinnen mittlerweile großes Augenmerk geschenkt wird (siehe SV-Magazin 05/2018, Pilotprojekt bei der BSZS 2018), habe ich auch hierauf geachtet: 6 Hunde nach „Remy Lastal“ und 4 Hunde von deren Mutter „Hexe Lastal) gefolgt von 5 Hunden nach „Cibaly Piste Trophe“ und 2 von deren Mutter „Hilary Piste Trophe“. Ich persönlich finde dieses Projekt betreffend Mutterhündinnen sehr interessant!

Bereits bei der letzten Schau habe ich mir als Schriftführerin der OG kritische Worte erlaubt, die leider ungehört verhallt sind. Deshalb versuche ich heute nochmals einen Appell an die Aussteller: die Meldemoral im Schauwesen ist eine sehr Schlechte. Der Großteil der Meldungen kommt auf den letzten Drücker, was für mich (und alle anderen SF, die eine Schau zu bewältigen haben) bedeutet, eine Nacht fast durchzuarbeiten, um alle Daten zeitgerecht an die SVÖ Verwaltung liefern zu können. Wissen die Aussteller wirklich erst am letzten Tag, ob ihr Hund in der richtigen (Haar)verfassung ist, um ausgestellt zu werden? Der zweite Kritikpunkt den ich habe betrifft das Melden und dann nicht Vorführen und auch nicht bezahlen. Immer wieder kommt es vor, dass Hunde gemeldet werden, die dann – oft nach einem Blick in den Katalog – nicht ausstellt werden. Ist es wirklich so furchtbar, wenn man einmal nicht Sieger wird? Oder der Hund hinter einem (natürlich subjektiv vom Richter gesehen) schöneren Hund gereiht wird? Es ist mit einer Menge Arbeit und auch mit Geld verbunden, die Daten einzugeben, den Katalog zu erstellen und zu vervielfältigen und die Bewertungskarten vorzubereiten. Bleiben dann z.B. knapp 20 Hunde weg, bedeutet das auch 20 vorbereitete Karten und 20 Kataloge wegzuwerfen, die vorbereiteten Zahlungsbestätigungen zu stornieren, …. schade darum! Mit meinen kritischen Worten will ich nicht nur ein wenig zum Nachdenken anregen, sondern ich habe mir auch fest vorgenommen bei einer nächsten Schau in Fieberbrunn keine deutlich verspäteten und vor allem auch keine total unvollständig ausgefüllten Meldungen mehr anzunehmen. Wenn dies auch andere SF der OG tun, schaffen wir es vielleicht, irgendwann korrekte und zeitgerechte Meldungen zu erhalten (I have a dream).

Christiane Geritzer, Schriftführerin der OG 50

4-6_R
Bergfeuer
Buffet
Eroeffnungsmusik
Festabend_Fussball
Jeta_Hawelkaweg_GH-H_LS
Lulu_Piste_Trophe_JG-H
Pertl_Prem
QuandaStand
Stiegler
Tyson_GH-R
01/11 
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