IHA Wels 2019

Die letzte Ausstellung des Jahres die IHA Wels ist schon wieder Geschichte.

 

 

 

 

 

 

Wie jedes Jahr in Wels ist die Halle mit viel Liebe zum Detail weihnachtlich geschmückt worden. An beiden Ausstellungstagen waren über viertausend Hunde gemeldet. Die in unseren Augen wichtigste, größte, beste und schönste Rasse, der Deutsche Schäferhund war an beiden Ausstellungstagen mit 19 Hunden vertreten. Bei der großen Anzahl von Hunden kann man sich vorstellen, dass die Wahrnehmung des Deutschen Schäferhund durch die Besucher, Teilnehmer und des amtierenden Richterchors verschwindend klein war. Ich weiß sehr wohl, dass die ÖKV Ausstellungen nicht unbedingt unser aller Liebkind sind. Ich bin davon überzeugt das uns die Zukunft zeigen wird, wie groß dieser Fehler ist für unsere Rasse. Ohne irgendjemanden Schuld zuzuweisen ist es momentan so, dass es uns sehr wichtig erscheint, Hunde zu züchten, die noch die bessere Ausstrahlung, noch längeren Oberarm, noch bessere Winkelanlagen, noch die längere Kruppe, als die vorherige Generation haben. Genau dasselbe gilt für die Leistung, noch bessere Schutzarbeit, noch besserer Griff, noch belastbarer, noch mehr Trieb, noch schneller als die vorherige Generation. Alle diese genannten Merkmale sind von enormer Bedeutung für ca. fünfzig Leute, aufgeteilt in Leistungs- und Schaubereich. Fast jeder Züchter mit dem ich spreche klagt, dass er keine Welpen mehr in Familienhände, als einfache Begleithunde, Spielgefährten oder einfach nur treuer Freund verkaufen kann. Genau diese Klientel sieht die oben genannten Merkmale gar nicht und wenn sie es eventuell sehen, möchten sie es auf keinem Fall bei ihrem Hund haben. Ich war beide Tage in Wels bei verschieden Ringen habe selber gerichtet, war im Ehrenring beim Begrüßungsabend, habe sehr viele Gespräche geführt mit Besuchern, Ausstellern, Richtern und Funktionären. Ich war sehr frustriert wie unsere, meiner Meinung nach immer noch beste Rasse der Welt, wahrgenommen wird. Wir müssen alle zusammen versuchen, den Deutschen Schäferhund wieder ins richtige Licht zu rücken. Jeder einzelne von uns ist gefordert und sollte sich aktiv einbringen.
 
Von den, am Sonntag 19 gemeldeten Hunden wurden mir dann 18 Tiere vorgestellt. Ich habe meine Richtweise den Vorgaben des ÖKV angepasst. Die Qualität der Tiere war durchschnittlich, dennoch schafften es einige Tiere in den Ehrenring und konnten sich dort dem Publikum präsentieren. Wenn wir es schaffen im Ehrenring regelmäßig mit den besten Vertretern unserer Rasse vertreten zu sein und sie dort auch richtig präsentieren, können wir verlorenen Boden zurückgewinnen. Das können wir aber nur schaffen, wenn wir die ÖKV Schauen als tolles Event sehen und nicht nur als Mittel zum Zweck, um ein nötiges Schauergebnis ohne viel Aufwand zu erlangen. Nur wenn der Richter die Möglichkeit bekommt aus den sehr guten Vertretern unserer Rasse die besten herauszustellen die dann in den Ehrenring gehen, kann das gelingen.
 
Ich möchte mich bei meinen beiden Ringhelferinnen Anita Böhm und Doris Spring für ihr sehr gute Arbeit bedanken. Einen ganz besonderen Dank an alle Aussteller, die den Weg nach Wels gefunden haben, und somit einen tollen Beitrag für unsere Rasse und unseren Verein geleistet haben. Ich weiß sehr wohl, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist. Ich möchte allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen. Ich hoffe, im neuen Jahr wieder viele motivierte Schäferhundefreunde zu treffen.
 
Thomas Fritsche, Formwertrichter

 

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